
Du warst mein Rettungsseil, bei ruhiger und stürmischer See
konnte ich mich halten,
mal leicht und ohne Mühe, mal fester zupackend,
mal mit verletzten Händen, fast blutig von der Reibung,
der Himmel über und um uns.
Als ich sank/ du das Seil lockertest/ du mich in die Tiefe zogst,
ließ ich nicht los,
ich sah doch noch den Himmel.
Es wurde dunkler, aber ich ließ nicht los,
ich erinnerte mich doch noch an den Himmel,
bald tauchen wir wieder auf.
In der Tiefe, umgeben von Schwärze, ließ ich nicht los,
denn es wurde schwierig zu entscheiden, wo oben und unten ist.
Würde ich den Weg zurück zum Himmel finden,
wenn ich loslasse?
Und gibt es ihn überhaupt, darf ich ihn sehen, kann ich ihn sehen?
Dann kapptest du das Seil und ich
trieb in der Tiefe, alleine in der Dunkelheit,
orientierungslos, antriebslos,
bereit weiter zu sinken und nie wieder aufzutauchen,
das Seil noch in den Händen.
Dann ließ ich los.
Ich fange an zu schwimmen, in eine Richtung,
in der vielleicht am Ende die Wasseroberfläche und
die freie Sicht auf den Himmel auf mich warten.