An den dunkelsten Tagen



An den dunkelstenTagen

muss man nach einem Hauch von Licht suchen, 

an den kältesten Tagen 

nach einem Hauch von Wärme;

an den trostlosesten Tagen 

muss man die Augen nach vorne und nach oben richten,

und an den traurigsten Tagen 

muss man die Augen offenhalten, um sie weinen zu lassen. 

Und dann trocknen zu lassen. 

Damit der Schmerz hinausfließen kann 

und sie wieder frisch und klar werden.
                                                         by Tahereh Mafi

 

„Doch dieser Moment: der ist gut“

der erste kuss, so vorsichtig und zärtlich, danach das gefühl zu schweben.

Sich verlieren in der musik, mein herz öffnet sich, fliegt ihm entgegen.

Ihm beim Konzert bei „your love is the only thing….“ in die augen schauen.

Geschichten schreiben mit mir in der hauptrolle.

Das rauhe meer vor mir, wind in meinem haar, weht alles schlechte fort.

Ein gespräch, wo die andere genau versteht was ich meine und es genau so sieht.

Mich ins bett kuscheln und mir vorstellen, wie wir zusammen kommen.

Immer wieder der erste schnee, der alles bedeckt und friedvolle ruhe ausstrahlt.

Ein frisches, neues tattoo.

Nach ein paar tagen wanderung aus dem wald kommen und in die sauna gehen.

Mich im corona umdrehen und er lächelt mich an.

Nach der kellerüberschwemmung mit allen auf der straße stehen und bier trinken.

Eine boulderstrecke schaffen.

In lappeenranta auf der schanze sitzend auf den saimaa-see schauen und eine zigarette rauchen, während die sonne untergeht.

Wenn sich in einem glaubwürdigen liebesfilm beide in die augen schauen und sich zum ersten Mal küssen.

Vorm weggehen mit den mädels was aus „buffy- the musical“ singen.

Ein ticket für ein konzert bekommen.

Beim gathering tanzen die finnen zu kids in america, alle drehen bei earth crisis durch, „burn down HLS“ auf die firestartermelodie.

Die kleinen wackeln zur begrüßung auf mich zu.

Eine zwiebel in meinem bett finden.

Sich mit anderen und für sie freuen.

Zwei schnurrende katzen auf dem schoß.

die wärmende sonne im gesicht.

gemeinsam lachen.

ein „ich hab dich lieb“.

eintauchen in die Welt eines buches.

singen, tanzen, essen.

Suche nach mir selbst

 

Ich, mein Selbst, durchzogen von Rissen,

wurden tiefer und größer mit den Jahren und Erfahrungen,

entfernten meine Teile voneinander,

ich verlor den Kontakt zu mir selbst.

Als du gingst,

zersplitterte ich, zerfiel in meine Einzelteile.

Jetzt suche ich sie, will wieder eins werden mit mir, in mir,

zusammensuchen: Wer bin ich? Was macht mich aus? Was macht

mich glücklich? Was hält meine Teile zusammen?

Es werden Narben bleiben, wo Risse waren,

die vielleicht schneller wieder aufbrechen.

Oder sie halten,

störrisch und kampferprobt.